Autor Thema: TEILPROJEKTE , auch BAUSTEIN-TECHNIK .... WARUM ?  (Gelesen 257 mal)

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Offline Helmut42

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TEILPROJEKTE , auch BAUSTEIN-TECHNIK .... WARUM ?
« Antwort #1 am: 07.August 2018, 10:09 »
Wer schon einmal ein größeres Projekt bearbeitet hat, kennt auch sicher die folgende Probleme :

- Korrekturen dauern sehr lange ( Renderzeit, Export )
- Kaum ist die Korrektur fertig, kommt man auf weitere Fehler ( Schnittfehler, Effekte ungeeignet/falsch eingestellt ) drauf
- Nach der ( den ) Korrektur ( en ) passen plötzlich die Titel nicht mehr.
- Die Hintergrund - Musik und die Kommentare sind plötzlich verschoben
- Das Programm stürzt ( vor allem bei schwachen Maschinen ) beim Export scheinbar unmotiviert ab.

Diese Liste ließe sich noch beliebig erweitern, aber es reicht auch so schon ....

Wenn das "Kind schon im Brunnen" ist, dann kann man natürlich eine solches Monster nachträglich aufteilen.
Dazu gibt es hier eine Anleitung :    http://forum.pinnacle-studio.help/index.php?topic=713.0

Wesentlich EINFACHER ist es allerdings, es gar nicht so weit kommen zu  lassen ! Wie das geht ... und WARUM, lest einfach weiter.

All das ließe sich VERMEIDEN oder zumindest WESENTLICH VERBESSERN !!!!

Die Antwort lautet :    KLEINERE TEILPROJEKTE ( also BAUSTEINE ) machen !

Wie ist das gemeint ?

Die Antwort :  Nehmen wir als Beispiel eine Städtereise quer durch Europa ( es kann aber natürlich auch ganz was Anderes sein )

                     Wir fliegen zunächst mal in die Stadt xxxx.                                                                                    )   Teilprojekt 1
                     Von dort geht es mit dem Bus zunächst ins Hotel.                                                                          )

                     Am nächsten Tage geht es mit dem Bus zu einer Stadtrundfahrt und anschließender Besichtigung           Teilprojekt 2

                     Am nächsten Tage fahren wir in die Stadt  yyyyyy.                                                                          )   Teilprojekt 3
                     Dort wieder Stadtrundfahrt und Besichtigungen                                                                              )

                     u.s.w   u.s.w  ......

Damit bei der Bearbeitung die Bibliothek nicht zu umfangreich wird ( sonst muß man dauernd rauf-runterscrollen ),
empfiehlt es sich, schon beim Datentransfer in die Watchfolder mit entsprechenden UNTERORDNERN zu arbeiten.
Dabei werden die Daten ( Videos , Bilder etc. ) bereits so aufgeteilt, daß sie den späteren Teilprojekten entsprechen.



BEARBEITUNG DER TEILPROJEKTE :

Dann wird entsprechend der gewählten Aufteilung nun das erste Teilprojekt ( lt. Beispiel "Anreise" ) erstellt und komplett bearbeitet,
mit Effekten, Hintergrundmusik, Übergängen und Titel versehen .
Dabei wird aber NOCH KEIN KOMMENTAR gesprochen und auch noch kein Kommentar-Skript gemacht, das ist erst der allerletzte Schritt.

Dieses Teilprojekt wird nun, entsprechend der Material bzw. Timeline-Einstellung als MTS-Datei EXPORTIERT.

Der nächste Schritt ist dann die KONTROLLE des FERTIGEN TEILES mittels Abspielen über einen Mediaplayer ( VLC, Power-DVD, etc. )
Evtl. Korrekturen werden SOFORT angebracht und danach nochmals EXPORTIERT, wobei der Projekt- bzw. Dateiname GLEICH BLEIBT !!

Die weiteren Teilprojekte werden in gleicher Weise bearbeitet, und exportiert, so daß am Ende eine Reihe von FERTIGEN VIDEO-DATEIEN
vorhanden sind, die der Anzahl der Teilprojekte entsprechen.

FINALISIERUNG DES GESAMT-PROJEKTES :

Die FERTIGEN  TEIL-VIDEODATEIEN werden nun in einem EIGENEN GESAMT-PROJEKT zusammengefaßt.

Das heißt, daß diese Videodateien in den Watchfolder "Videos", sinnvollerweise in einen eigenen Unterordner kopiert werden,
dann erkennt Studio diese Videodateien ganz automatisch von selbst.
Dann wird ein neues Projekt angelegt und die Teil-Videos einfach in die Timeline gestellt.

Kommentieren :
Wenn man eigene  Kommentare im Film haben möchte, empfiehlt sich folgende Vorgangsweise : 
siehe auch http://forum.pinnacle-studio.help/index.php?topic=198.msg349#msg349

Hierzu wird das Video einfach abgespielt und parallel dazu ( da ist ein 2. Monitor sehr hilfreich ) das Kommentar-Manuskript geschrieben.
Dazu kann jedes beliebige Textprogramm ( Word, WordPad etc. ) verwendet werden.
Im Skript steht dann der
- jeweilige Timecode ( also wohin der Kommentar kommen soll )
- der zu sprechende Text  ( Kurz, knapp und zur Bildlänge passend )

Dieses Skript druckt man einfach aus und spricht dann den Kommentar in EINEM ZUG ( siehe obiger Link ) mit einem Sound-Recorder
in eine Audio-Datei ( WAV )
Diese kommt dann in eine eigene Tonspur, wird dort mit der Rasierklinge aufgeteilt und an die richtige Stelle des Filmes geschoben.
Zum Abschluß wird noch die Lautstärke der Videodateien an jenen Stellen abgesenkt, wo ein Kommentar vorhanden ist.

Export des fertigen Filmes :

Der ( hoffentlich ) letzte Schritt ist dann der EXPORT als fertige Videodatei nach Wunsch oder die Erstellung eine DVD / BluRay.

Das Ergebnis sollte man natürlich wieder mittels Mediaplayer KONTROLLIEREN, bevor man das Kunstwerk veröffentlicht und/oder auf Scheibe brennt.

WARUM so SCHEINBAR aufwendig ?


Ganz einfach, weil Korrekturen in einem Projekt IMMER notwendig sind !
Je kleiner das Projekt, desto schneller der Render / Exportvorgang
Je kleiner das Projekt, desto schneller findet man Fehler
Je kleiner das Projekt, desto seltener sind Abstürze des Programmes, speziell bei schwachen Maschinen
Kommentar ganz am Schluß, weil da ändert sich nichts mehr im Aufbau und der Länge des Filmes
Fertige Teil-Videodateien ersparen dem Computer / Programm eine Menge an Rechenaufwand und minimieren daher Abstürze von großen Projekten.

Mein Rat .... PROBIERT ES EINFACH MAL AUS, ich arbeite schon seit vielen Jahren so und habe mir damit viele Arbeitstage ERSPART.

Liebe Grüße, Euer Helmut
« Letzte Änderung: 07.August 2018, 17:44 von Helmut42 »
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