Autor Thema: Blu ray Disc  (Gelesen 586 mal)

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Blu ray Disc
« Antwort #1 am: 12.Dezember 2016, 19:58 »
BDMV . oder Was?
Blu ray – Export, Image, Brennen


   Oft lautet die Frage: Wie geht das mit Blu ray's, welche Einstellungen, was muss ich brennen.
   Hier kommen die Antworten!
   Blu ray-Disc oder kurz BD ist ein Speichermedium, das entwickelt wurde, weil mit höheren Videoauflösungen und größerer Datenmenge die DVD überfordert war.
   Bekanntlich speichert eine DVD 4,7 GB, ein Double-Layer 8,5 GB. Eine normale BD kann hingegen 25 GB speichern oder in 2 Schichten 50 GB
   Dies allein ist es aber nicht. Der Name Blu ray bedeutet übersetzt "Blauer Strahl". Damit ist zweifelsohne der BD-Brenner mit seinem blauen Laserstrahl gemeint.
   Damit ist also schon klar, dass man zum erstellen einer BD auch einen extra Brenner benötigt, der aber, abwärtskompatibel auch DVD brennt.

   Export bis Wiedergabe:
   Wesentlich beim Export als BD sind nicht die Formate, ob 25 oder 50 fps oder die Bitraten.
   Wesentlich ist das Ausgabemedium Blu ray Disc. Darauf fußt auch der BDMV-Ordner, der erstellt wird. Ähnlich wie beim alten PAL-Video mit seinem Video-TS-Ordner wird hier auch ein umfangreicher Ordner
   angelegt.
   Was ihn so wichtig macht, wissen wohl nur die Erfinder. Der wesentliche Teil ist nur die im Unterordner Stream enthaltene 00000.m2ts-Datei.
   Eine Feststellung konnte noch zusätzlich getroffen werden: Wird der gesamte BDMV-Ordner auf die BD hrbrannt,tritt beim Abspielen das Autorunnig in Funktion.
   Der Film beginnt ohne weitere Aufrufe mit dem Abspielen.
   Wurde nur die *.m2ts-Datei gebrannt, muss man von Hand zur Datei navigieren und diese anstarten.

   Image:
   Dass man zunächst ein Image erstellt, sich dieses anschaut und erst, wenn alles wunschgemäß ist, dieses brennt, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben.
   Auch Pinnacle hat das erkannt und bietet nicht nur den sofortigen Brennvorgang an, sondern auch das brennen eines Images.
   Die Logik besteht auch darin, dass ein Brennprogramm – ob Pinnacle oder extern – eine Datei benötigt, aus der heraus der Puffer des Brenners gefüllt werden kann,
   denn sonst entsteht Chaos. Nur wurden früher die Image-Ordner nach dem Brand aus Pinnacle heraus wieder gelöscht. Das liegt aber lange zurück.

   Brennen:
   Zum Brennen kann man den internen Brenner von Pinnacle aufrufen, aber auch jeder externe Brenner ist heute in der Lage, Blu ray zu brennen.
   Besonderheit: So, wie bereits beim Export einer BD von Pinnacle der BDMV-Ordner vorgeschrieben wird, erfolgt dies auch beim Brennerprogramm.
   Wählt man BD als Medium, ist in der Brennervorschau auch der BDMV-Ordner auszuwählen.
   Umgekehrt verweigert der Brenner das brennen des BDMV-Ordners, wenn als Medium DVD ausgewählt wird, unabhängig davon ob die Datenmenge kleiner oder größer 4,7 GB ist
   oder ob man ein Double-Layer-DVD gewählt hat.
   Auch wenn man nur eine 00000.m2ts-Datei auf DVD brennt, hat man nur die Gewissheit, eine Scheibe verbrannt zu haben. Weder BD- noch DVD-Player erkennen sie.
   Lösungsmöglichkeit:
   Ein Film in Full HD und 50 fps, einer Qualität von 25 Mbits/s sowie einer Länge von ca. 45 Minuten hat als BD eine Datenmenge zwischen 8,5 und knapp 10 GB.
   Man bekäme also zwei bis drei Filme auf eine Scheibe.
   Wird eine BD nach dem Brand nicht abgeschlossen (ist im Brennerprogramm einstellbar), lassen sich nachträglich weitere Blu ray auf die Scheibe brennen bis die Kapazität erreicht ist.
   Zur Beachtung: Die nach dem ersten Brand folgenden BDMV-Ordner müssen umbenannt werden (Z.B. einen Buchstaben durch Zahl ersetzten).
   Damit funktioniert zwar das Autorunning nicht mehr, aber man kann sich im Player durch das angezeigte Menü navigieren und die gewünschte Auswahl treffen.

   Nachbetrachtung:
   Vieles, was geht und was nicht, ist in hohem Maß vom BD-Player abhängig. Unabhängig vom Alter kann ein Produkt etwas, was ein anderes nicht beherrscht.
   Das betrifft sowohl die Erkennbarkeit von Dateien, von Medien und der Möglichkeit, ob beispielsweise eine zusätzlich USB-Schnittstelle vorhanden ist oder nicht.
   Dabei ist es nicht unerheblich, ob man eine USB-Schnittstelle am TV-Gerät oder am BD-Player heranzieht.
   Was ein BD-Player über USB lesen und umsetzen kann muss ein TV-Gerät noch lange nicht können – aber auch umgekehrt.
   Die Entwicklung von Player und TV-Geräten verläuft so rasant, dass das, was gestern noch nicht möglich war, heute schon überholt ist.
   Daher vor dem Kauf eines Gerätes alle Details beachten.

   In der Hoffnung, dass diese Hinweise hilfreich waren, verbleibt wie immer

       mit HG das PinnacleHelpTeam (M2)
LG Heinz