Autor Thema: FILMMATERIAL-TIMELINE-EXPORT ... Zusammenhänge einfach erklärt  (Gelesen 1316 mal)

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Offline Helmut42

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FILMMATERIAL-TIMELINE-EXPORT ... Zusammenhänge einfach erklärt
« Antwort #1 am: 17.Dezember 2016, 11:44 »
- AUFLÖSUNG
- BILDRATE
> siehe auch: http://forum.pinnacle-studio.help/index.php?topic=112.msg184#msg184
- BITRATE
- FORMATE
- DATEITYPEN
- CODEC
- TIMELINE
- EXPORT
> siehe auch: http://forum.pinnacle-studio.help/index.php?topic=61.msg102#msg102

.... ein unübersehbarer Dschungel ?

Nun, zu vielen dieser Punkte werden Sie im Forum auch weitere Beiträge finden.

Was ich HIER darstellen möchte, sind die ZUSAMMENHÄNGE !

Immer wieder lese ich in zahlreichen Anfragen, daß sehr vielen Anwendern der ZUSAMMENHANG
zwischen dem verwendeten Filmmaterial, der Einstellung der TIMELINE und den Einstellungen beim EXPORT
absolut unklar ist.


Das Ergebnis bei  NICHTBEACHTUNG  kann sehr unterschiedlich sein, ist aber IMMER  eine (meist  NEGATIVE ) ÜBERRASCHUNG.

Ganz kurz zu den gängigen Video-Materialien :

SD (Standard-Definition) .........  Auflösung 720 x 576 , meistens 4:3, fallweise auch 16:9, analoge und frühe DV-Cams, VHS-Kassetten
HD READY .................................  Auflösung 1280 x 720, immer 16:9, sehr häufig von TV-Sendern verwendet
HDV2 .........................................  Auflösung 1440 x 1080, immer 16:9, kommt fast immer von Kassetten-Kameras
FULL-HD ....................................  Auflösung 1920 x 1080, immer 16:9, das derzeit häufigste Format
UHD ( Ultra-High-Definition )...  Auflösung 3840 x 2160, immer 16:9, wird häufig von Action-Cams, teueren Profi-Cams, aber auch von Handys verwendet

Dann kommt noch ein weiterer wichtiger Punkt hinzu, die verwendete
BILDRATE.


In Europa wird ausschließlich 25 , 50 oder 100 FpS ( Frame per Second ) verwendet, das hängt mit unserer Netzfrequenz von 50 Hz zusammen.
In Übersee ( und leider auch in vielen Produkten von dort ) werden 30, 60, 120 FpS verwendet, manchmal auch "krumme"  Bildraten wie 29,97 FpS .

Dazu zählen fast alle Handys, viele Action-Cams ( vor allem Billiggeräte ) und die heute immer häufiger verwendeten Drohnen.

Dazu kommen noch UNTERSCHIEDLICHE
Aufzeichnungsformate ( Codecs )
die das Leben auch nicht gerade leichter machen.


Ein weiterer Punkt ist dann noch die
Aufzeichnungsrate
die in MB pro Sekunde angegeben wird.


Nun KANN ein Videoschnittprogramm NICHT IMMER ALLE diese BESONDERHEITEN verarbeiten, siehe dazu auch HIER


Leider wissen nur sehr wenige Anwender, WAS sie mit Ihrem Aufnahmegerät überhaupt produzieren !



Nach dieser Abhandlung über das Videomaterial nun zur Einstellung der TIMELINE .
Diese Einstellung kann auf mehrere Arten vorgenommen werden :

Einstellung über globale Einstellungen in Studio
                                             Einstellungen im jeweiligen Projekt


Dazu ein paar wichtige Informationen :

- Bei globalen Einstellungen das Häkchen "aus erstem Clip" NICHT anhaken, es kann sonst passieren, daß die Timeline NICHT der
  gewünschten Einstellung entspricht.
- IMMER KONTROLLIEREN, ob die TIMELINE richtig eingestellt ist ( einfach mit der Maus "hinzeigen" )
- die Auflösung der Timeline sollte IMMER dem VERWENDETEN VIDEOMATERIAL entsprechen
- es ist ABSOLUT SINNLOS, hier HÖHERE WERTE anzugeben, im Glauben daß dadurch das Ergebnis besser wird. Das GEGENTEIL ist der Fall !
- es ist EBENSO SINNLOS, hier NIEDRIGERE WERTE anzugeben und dann beim EXPORT wieder HÖHERE WERTE.
   2 x Umrechnen ergibt "grausliches Ergebnis"
- es KANN SINNVOLL sein, hier IDENTE WERTE ( wie Material ) anzugeben und dann beim EXPORT HERUNTERZURECHNEN ( z.B Export auf DVD )

Und nun zum Schluß noch ein paar Informationen über den EXPORT :

Als Datei-Typ hat sich MTS-Format als bester Kompromiß bewährt. Vor Allem, wenn man das Ergebnis weiter verwenden will, sollte man MTS wählen.
Wer UNBEDINGT MPEG4 verwenden will ( muß  ), kann das ohne Probleme machen ( weil z.B der TV-Apparat nur dieses Format akzeptiert )
( siehe auch Beispiel )



Wenn man optische Datenträger erzeugen will, gilt dort sinngemäß das GLEICHE !
Bitte bedenken Sie , daß eine DVD KEIN DATENTRÄGER für FULL-HD ist, das STANDARD-FORMAT ist dort eben SD ( 720 x 576 )
Beim AUSNAHMEFALL einer AVCHD-DVD bedenken Sie die REDUZIERTE FILMLÄNGE und die Frage, ob Ihr Player dieses Format auch kann.


Die Einstellungen sollten in jedem Fall mit "Benutzdefiniert" + "Erweitert" gemacht werden.
Auch HIER gilt das GLEICHE, wie bei der TIMELINE !
Es ist SINNLOS, hier z.B. 3840 x 2160 anzugeben, wenn das Material ( und die Timeline ) nur 1920 x 1080 "hergibt"
Es wird dadurch NICHT BESSER, sondern NUR SCHLECHTER !

Ein WECHSEL der BILDRATE ist ebenfalls NICHT SINNVOLL , wenn die Timeline mit 25 FpS eingestellt war, dann bitte dabei bleiben !
Eine ERHÖHUNG der TRANSFERRATE ( Peak-Bitrate ) auf Werte, die ÜBER den Werten des Materials liegen, ist auch NICHT SINNVOLL.

Was in SONDERFÄLLEN manchmal erforderlich ist ( z.B. wenn man aus FULL-HD-Material eine DVD erstellen MUSS )
ist die Reduzierung der Auflösung und der max. Bitrate, weil eben DVD-Player keine höhere Auflösung und Bitrate erlauben.


Sind nun alle "KLARHEITEN RESTLOS BESEITIGT" ? ;D
Nein? ....... Na, dann können Sie noch immer weitere Fragen stellen. Wir freuen uns darauf.
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