Autor Thema: Pinnacle vers. Smartphones, Drohnen und Action Cams  (Gelesen 232 mal)

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Pinnacle vers. Smartphones, Drohnen und Action Cams
« Antwort #1 am: 18.Dezember 2016, 10:29 »
Pinnacle vers. Smartphones, Drohnen und Action Cams
Gibt es Probleme oder Unverträglichkeiten:
Zuweilen schon.

Die Videosequenzen dieser Cams:
Vornehmlich sind es AVI-Dateien mit 29,97 / 30 / 59,94 und 60 fps (frames per secound – Bilder pro Sekunde). Bei mp4-Dateien gab es keine erkennbaren Probleme.
Wahnsinn – 24 / 25 /50 und nun noch die anderen Zahlen. Ich sehe da nicht mehr durch.
   Geschichtsstunde: Beim guten alten Film gab es 24 Bilder pro Sekunde. Dies ist die Grenze, ab der das menschliche Auge keine Einzelbilder mehr wahrnehmen kann.
   Die Bilder laufen zusammenhängend und ruckelfrei als Film ab.
   Mit Einführung des Fernsehens wurde wegen der Übertragung in Anpassung an die Stromfrequenz eine Bildrate von 25 festgelegt, bzw. 50 Halbbilder – das PAL-System.
   Es gibt aber Länder, die haben eine Frequenz von 60 Hertz. Die Folge, eine Bildrate von 30 Bildern (exakter Wert 29,97) bzw. 60 Halbbilder (exakt 59,94) – das NTFS-System.
   So sind Angaben von 29,97 identisch mit 30 und 59,94 identisch mit 60 – eine reine Frage der Terminologie.

Zurück zur Praxis
Ja, und wo liegt da das Problem?
Pinnacle beherrscht doch 30 und 60 fps und AVI-Dateien sind ein alter Hut. Also wo hakt es?
Der Haken sind weniger die Frameraten, sondern das AVI-Format.
Dass Avi nicht gleich Avi ist, hat sich – zumindest teilweise – schon herumgesprochen.
AVI ist ein Containerformat. und meist ist es der verwandte Codec, der Probleme bereitet.

Das führt dann nach eigenen Recherchen dazu, dass Pinnacle teilweise die Dateien nicht einmal erkennt.
Sie werden nicht einmal in der Bibliothek erfasst.
Andere Dateien dieser Art werden zwar erkannt und lassen sich auch in die Timeline ziehen, machen jedoch bei der Bearbeitung Probleme.
So können Bilder springen, der Film ruckelt oder bleibt ganz stehen. Der Export gelingt oft nicht.
Aber es gibt auch Dateien, die problemlos bearbeitbar sind, die Videos laufen.
Es ist schier zum verzweifeln. Das liegt aber nicht an Pinnacle, sondern an den Herstellern der Kameras.

Was tun?
Die Cam umstellen, oder das Smartphone – denkste…
Viele dieser Cams lassen sich gar nicht umstellen, also Fehlschuss.

Die Abhilfe:
Hier hilft dann tatsächlich nur noch der Konverter.
Konverter Software gibt es zu Hauf, darunter auch allerhand Freeware, die durchaus gute Ergebnisse bringt.

Welche Konvertereinstellungen wählen?
Man kann als Ausgabeformat sogar wieder *.avi wählen. Ratsam ist auch *.mp4
Bildformat und Auflösung sollten nicht verändert werden, denn was in den Aufnahmen an Bildinformation fehlt bekommt man nicht nachträglich hinein.
Es werden nur leere Pixel hinein interpoliert.
Aber die Framrate sollte man ändern, auf 25 oder 50 fps. Das ist nicht nur das bei uns gebräuchliche Format, sondern es ist auch optimaler für die Abspielbarkeit.
Bei uns beträgt die Frequenz des Stromes 50 Hertz. Dazu ist die beste Anpassung Bildmaterial mit halber Bildrate oder auch einem Mehrfachen dieser Frequenz.
Darauf sind auch alle hier im Handel erhältlichen Wiedergabegeräte ausgelegt.
   Einflechtung: Mit 50 i (Interlaced = Halbbilder) und 60 i sollte man nur weiterarbeiten, wenn auch die Aufnahmen mit dieser Einstellung erfolgten.
   Pinnacle lässt auch eine Bearbeitung in diesem Modus zu und entsprechend auch den Export.
   Spätestens bei der Wiedergabe werden diese Bilder zu 25 Vollbildern zusammengefügt, da Interlaced nur noch einRelikt aus der Zeit der Röhrenmonitore mit Zeilenabtastung ist,
   wo man Bilder wegen besserer Qualität in Halbbilder zerlegte. Im digitalen Zeitalter ist das überholt.
   Wenn es möglich ist, also stets mit 50 p (Progressiv = Vollbilder) oder 60 p aufnehmen
   In den USA und vielen anderen Ländern beträgt die Stromfrequenz 60 Hertz. Daraus resultiert das NTFS-Format mit 30 und 60 fps.

Wie nun weiter?
Die so konvertierten Dateien, werden von Pinnacle problemlos dargestellt und bearbeitet.
Pinnacle muss auch keine Bildumwandlung mehr vornehmen, was dem gesamten Bearbeitungsprozess zu Gute kommt.
Das bedeutet, dass die Einstellungen in Pinnacle so vorgenommen werden, wie die Dateien aus dem Konverter kommen.
Auch der Export kann dann ohne weitere Umstellung erfolgen.

So sollten es möglich sein, Filme in Pinnacle zu erstellen, bei deren Bearbeitung man keine grauen Haare bekommt oder schlaflose Nächte hat.

Nun, haben die Hinweise geholfen? Wunderbar.
Gibt es noch immer Probleme oder noch weitere Fragen? Dann ist hier der richtige Ort, sie zu stellen.
Wir helfen gern.

HG das Pinnacle Help Team (M2)
LG Heinz